Eat healthy

Bio oder nicht Bio?

27. September 2019

Eigentlich keine Frage, oder?

Es ist wahrscheinlich so 5 Jahre her, als ich mit Anton Gassi war und irgendwie nur nebenher bemerkt habe dass etwas weiter weg ein Landwirt am Spritzen seines Feldes war.

Ein paar Stunden später hatte ich, die sonst nie Migräne oder Kopfschmerzen hat, die schlimmsten Schmerzen im Kopf die man sich vorstellen kann, ein wahnsinniges Stechen in der Stirn von dem ich dachte dass es mich gleich umwirft. Ich habe versucht zu recherchieren was ich an dem Tag alles gemacht hatte, und irgendwie war es dann klar… ich war Gassi, der Bauer hat gespritzt und irgendwann hat der Wind gedreht und eine kräftige Böe von dem was er da verteilt hat ist in meine Richtung gewabert.. und ich habe das ganze Zeug irgendwie mehr oder weniger unwissentlich eingeatmet.

Irgendwie macht es doch dann klick, oder? Der Kram, Glyphosat oder was auch immer das damals war ist supersupergiftig. Und das, was wir jeden Tag zu uns nehmen wird damit bespritzt. Klar, der Regen wäscht es ein stückweit ab (womit es dann in unserem Grundwasser landet), aber der Hauptteil bleibt eben in der Frucht und setzt sich in dieser ab. Waschen hilft auch nicht wirklich, da wir ja nur die Schale waschen können, aber nicht den inneren Teil des Obstes oder Gemüses… und dann das Zeug ja doch mitessen.

Lebensmittel aus ökologischem Anbau enthalten im Vergleich zu konventionellen deutlich weniger Nitrat und nur selten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Zudem sind sie gentechnikfrei. In Studien wurden Pestizidrückstände im Urin der Versuchspersonen nachgewiesen. Die Rückstände beeinflussen unseren Stoffwechsel und können die Fruchtbarkeit schädigen. Zum Beispiel stammt aus deutschen Weinanbaugebieten die Bezeichnung Winzerkrankheit für Leberkrebs, der auffällig stark bei (nicht ökologisch wirtschaftenden) Weinbauern auftritt, die intensiv mit Pestiziden arbeiten.

Greenpeace: „Besonders gefährlich für Verbraucher sind die langsamen und zeitversetzten Wirkungen von Pestiziden: Sie können die Zellteilung stören, das Entstehen von Krebs begünstigen, das Erbgut verändern, das Immunsystem beeinträchtigen, Allergien auslösen. Die Mediziner auf dem Internationalen Krebskongress 1999 in Lugano (Schweiz) erklärten, dass Pestizide die Bildung von bestimmten Krebsarten fördern. Ein weiteres Problem entsteht aus hormonell wirksamen und schwer abbaubaren Chemikalien (Dauergifte), die mittlerweile überall in der Umwelt zu finden sind. Die EU listet über 50 Wirkstoffe auf, die hochwahrscheinlich oder erwiesenermaßen das menschliche Hormonsystem beeinflussen. Unbestritten ist, dass nicht nur die Qualität menschlicher Spermien, sondern auch ihre Menge drastisch abgenommen hat.“

Es gibt wahrscheinlich hunderte Studien zu diesem Thema … Für mich Grund genug, seit ein paar Jahren nur noch Bio-/Naturprodukte zu verwenden, sowohl Lebensmittel als auch Kosmetikprodukte und Haushaltsartikel. Es gibt eine tolle Auswahl an Naturkosmetik, natürlichen Reinigungsmitteln und allem anderen. 

Wir haben die Wahl was wir kaufen, von daher können wir uns ja auch für etwas entscheiden was uns nicht schadet sondern unsere Gesundheit erhält. Und klar, die Munkelei dass manche Bioprodukte trotzdem belastet sind und Bio nicht immer gleich Bio ist hat sicherlich wahre Aspekte. Ich denke aber, dass es zumindest einen Versuch wert ist – und egal in welchem Ausmaß „weniger Pestizide“ in unserem Körper immer besser sind als „mehr Pestizide“.

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