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Fructose – ist aus Früchten und damit gesund, ODER?

5. November 2019

Ein bisschen irreführend ist es schon, wir hören das Wort Fruchtzucker und verbinden damit automatisch etwas Gutes für unseren Körper.

Fructose ist aber weder besser noch gesünder als weißer Industriezucker. Sie begünstigt die Entstehung von Übergewicht, einer Fettleber und hat Einfluß auf Deine Blutfettwerte und fördert Bluthochdruck.

Die Mehrzahl der Erwachsenen kann täglich nicht mehr als 25-30 Gramm Fruchtzucker absorbieren. Das ist nicht besonders viel, als Beispiel stecken 25 Gramm bereits in 100 Gramm getrockneter Feigen oder Datteln, oder 0,5l Limonade. Oft bekommt man bei einem „zu viel“ an Fructose Bauchschmerzen und Magengrummeln.
Ein Überkonsum kommt jedoch meist nicht durch den Verzehr von frischem Obst zustande, sondern ist in der Regel durch den häufigen Genuss von Fructose- und Saccharose-gesüßten Lebensmitteln bedingt. Du musst Du die Quelle, aus der Du Fructose beziehst deutlich unterscheiden.

FRUCTOSE aus OBST und GEMÜSE

Fruchtzucker ist natürlich in Obst enthalten. In dieser Form, zugeführt mit den im Obst enthaltenen Ballaststoffen, welche Deine Verdauung regulieren und wertvollen Vitaminen, ist er nicht schädlich für Dich. Allerdings sollte die folgende Regel immer für Dich gelten: Maximal 2 handtellergroße Portionen Obst pro Tag. Alles andere an Fructose wird für Deine Leber zu viel – wenn Du zum Beispiel jeden Tag einen riesigen Smoothie aus einer Mango, drei Orangen und 3 Äpfeln trinkst dann nimmst Du unfassbar viel Zucker auf, dafür aber keine bis kaum Ballaststoffe. Esse also lieber die ganze Frucht. So gehst Du sicher dass Du nicht aus Versehen zu viel Fruchtzucker aufnimmst. 3 Orangen sind schließlich deutlich schneller getrunken als gegessen. Greife am besten zu Beeren statt zu Bananen oder Äpfeln!

FRUCTOSE AUS HOCHVERARBEITETEN
UND LIGHT-LEBENSMITTELN

Hier kommen wir zum eigentlichen Problem. Die Lebensmittelindustrie süsst mit der isolierten und hochkonzentrierten industriell hergestellten Fructose (und Glucose-Fructose/Fructose-Glucose-Sirup) viele Fertiglebensmittel, Getränke und Süssigkeiten.
Die negativen Auswirkungen sind heftig: Diabetes Typ 2, Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs oder Gicht können durch zu viel industriell hergestellte Fructose entstehen. Außerdem führt Fructose zu einer Resistenz für das appetitzügelnde Hormon Leptin, welches Dein Körper als Sättigungshormon produziert. Die Signalübertragung des Sättigungsgefühls funktioniert nicht mehr und Dein Sättigungsgefühl bleibt aus.

Warum nutzt die Industrie überhaupt Fructose?
Klar, weil es so praktisch ist, und sich natürlich in erster Linie mal Geld sparen lässt.
Fructose-Sirup intensiviert den Geschmack von fruchtigen und auch würzigen Speisen. Er erzeugt ein erhöhtes Volumen beim Gebäck und verstärkt dessen Bräunung und verhindert zum Beispiel die schädliche Eiskristallbildung bei Tiefkühlkost. Er kann äusserst kostengünstig hergestellt werden und ist sehr sparsam im Verbrauch. Fertiggerichte, Limonaden, Ketchup, Joghurt, Sirups, Marmeladen und Gebäck sind klassische Beispiele für die Verwendung von Fructose.

Die Folgen für Deinen Körper fasse ich Dir nochmal schnell zusammen:

• Fructose kann Magen-Darm-Probleme auslösen und Dein gesundes Darm-Milieu zerstören.

• Fructose fördert Entzündungsprozesse in der Darmschleimhaut und führt zum Leaky-Gut-Syndrom, bei dem Schadstoffe aus dem Darm, statt ausgeschieden zu werden, in Deinen Blutkreislauf gelangen.

• Fructose wird von der Leber verstoffwechselt und kann eine nicht-alkoholbedingte Fettleber begünstigen.
Dazu bildet Deine Leber vermehrt Tryclyceride (kleine Fettmoleküle), die Deine Cholesterin-Werte erhöhen.

• Sie führt vermehrt zu Fett am Bauch. Dieses Viszeralfett ist das gefährlichste Fett an unserem Körper, da es hormonaktiv ist. Es erhöht das Risiko für Herzkreislaufleiden, Diabetes und viele andere Krankheiten. Es beinhaltet um die 200 Botenstoffe und Entzündungsmoleküle, die auf wichtige Hormone Deines Körpers schlechte Einflüsse haben. Das „normale“ Unterhautfett ist dagegen nicht aktiv.

• Fructose kann zu Diabetes Typ 2 und Gicht führen. Bei der Verstoffwechslung von Fructose steigt der Harnsäurespiegel in Deinem Blut. Auch die durch Fructose ausgelöste vermehrte Insulin­ausschüttung und Insulinresistenz erhöht Harnsäurekonzentration in Deinem Blut. Zuviel Harnsäure begünstigt Gicht.

Der beste Weg ist auch hier, zuckerhaltige Lebensmittel zu vermeiden, selbst zu kochen, viel frisches Gemüse zu verarbeiten und zu schauen was in den Lebensmitteln drin ist, die Du konsumierst. Achte bei der Inhaltsstoffliste, die auf jeder Packung zu finden ist auf die Wort Fructose-(Sirup), Fructose-Glucose-Sirup. Je weiter vorn diese Wörter stehen, desto mehr ist enthalten. Vermeide diese Art von Nahrung, einfach weil Du weisst, dass Du Dir und Deinem Körper damit etwas Gutes tust.

Ich freue mich auf Dein Feedback zu diesem Beitrag 🙂

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