Eat healthy Über den Tellerrand ...

„How not to die“ – Teil 1

16. Januar 2020

Der Auslöser

Aus aktuellem Anlass habe ich mich mal wieder mit dem Buch „How not to die“ von Dr. Michael Greger befasst.
Er beschreibt in seinem Buch sehr sehr anschaulich, was einem im Regelfall kein Hausarzt sagt, wenn man mit schwerwiegenden Krankheiten zu ihm kommt. Denn der Arzt verschreibt normalerweise eher Medikamente, als eine Umstellung der Ernährung zu empfehlen. Klar, ist lukrativer 🙂 Welcher Hausarzt oder Arzt hat denn mal nach Deiner Ernährung gefragt? Die Zeit, die Ärzte im Medizinstudium mit dem Thema Ernährung verbringen beschränkt sich leider immer noch ein absolutes Minimum von wenigen Stunden.

Eine Untersuchung tausender Besuche von Patienten bei ihren Ärzten fand heraus, dass die durchschnittliche Zeit, die Hausärzte über Ernährung sprechen, bei etwa 10 Sekunden liegt.

Dabei ist das, womit wir uns ernähren doch der Treibstoff der uns am Laufen hält, unseren Körper mit Vitaminen und Mineralien versorgt, uns gesund hält – oder eben nicht, wenn wir zu den falschen Dingen greifen.
Um eins klar vorweg zu nehmen: Ich verteufle auf gar keinen Fall die moderne Medizin, im Gegenteil. Ich denke aber, dass man als begleitende Maßnahme, und um die Einnahme von Medikamenten (und damit auch die verbundenen Nebenwirkungen!) auf ein nötiges Minimum zu beschränken, unterstützend auch selbst einiges tun kann. Und zwar sehr oft in Form einer Ernährungsumstellung auf vollwertige pflanzliche Nahrungsmittel und mehr Bewegung. Die Studien- und Faktenlage ist völlig klar und eindeutig.
Da aber die meisten von uns das gar nicht erfahren, ohne sich in aufwändige Recherche zu stürzen, oder Studien und dicke Bücher zu wälzen möchte ich das hier abnehmen und in den nächsten Beitragen das Buch „How not to die“ etwas zusammenzufassen und in Stichpunkten darlegen. Einfach um Dir faktenbasiert etwas die Augen zu öffnen, was Du selbst mit relativ einfachen Mitteln für Deine eigene künftige Gesundheit tun kannst!

Auslöser hierfür ist der gefährlich hohe Blutdruck einer sehr guten Freundin, die mittlerweile die 5. Blutdrucksenker in Kombination verschrieben bekommt, welche weiterhin alle nicht anschlagen und Nebenwirkungen erzeugen. Dabei ändern sie nichts an der gefährlichen Tatsache, dass beispielsweise Schlaganfälle, Nierenleiden und Herzinfarkte von zu hohem Blutdruck ausgelöst werden. Nun wird sie von Arzt zu Arzt überwiesen, der es „sicherlich dann richten wird“ – aber nicht ein einziges Mal wurde gefragt wie die Ernährung ist, oder ihr geraten was man unterstützend selbst zuhause tun kann!
Jeder ist selbst für sich verantwortlich – die meisten hören aber auf, „weiterzudenken“, wenn der Arzt Medikament X oder Y verschrieben hat. Man soll natürlich nicht anzweifeln, was der Arzt sagt! Aber trotz allem kann man sich mehr informieren, über den Tellerrand hinausblicken und herausfinden, wie man seinen Körper im Heilungsprozess mit eigenen Mitteln weiter unterstützen kann. Unser Körper will gesund sein. Und oft kann man ihm einfach mit den richtigen Hilfestellungen den Weg zur Selbstheilung erleichtern.

Und nun zurück zum eigentlichen Grund, dem besagten Bluthochdruck:
Faktoren für Bluthochdruck sind zum Beispiel zu viel Alkohol, Rauchen, zu wenig Bewegung, Stress. Wir wissen aber auch, dass Bluthochdruck unter anderem von zu viel Salz in der Nahrung (z.B. ganz unschuldig in Brot, Brötchen und anderen fertig zu kaufenden alltäglichen Nahrungsmitteln) begünstigt wird, oder von einem übersäuerten Körper, der durch den Konsum von tierischen Eiweißen, Weißmehl oder Zucker entsteht. WARUM wird denn nicht zu einer basenbildenden Ernährung geraten? Ich verteufle wie gesagt nicht die Einnahme von Medikamenten, wenn sie nötig und gerechtfertigt ist, aber ich kritisiere, dass nichts an die Hand gegeben wird was man AUSSERDEM selbst tun kann.. um die Krankheit vielleicht auch langfristig ohne Tabletten in den Griff zu bekommen und sich die Nebenwirkungen zu sparen.
Warum sollte man denn, anstatt jemanden mit einem hohen Cholesterinspiegel mit Medikamenten vor dem Erleiden eines Herzinfarkts zu bewahren, diese Person zuallererst nicht dabei unterstützen, gar nicht erst so einen hohen Cholesterinspiegel zu bekommen?
Das Problem an unserem Gesundheitssystem ist denke ich, dass hier meist kurativ behandelt wird, also in anderen Worten, wenn das Kind schon im Brunnen liegt, oder sich nur noch am inneren Rand festhält. In anderen Ländern, wie zB Japan geht man präventiv zum Arzt, der einem hilft, sich erst gar nicht auf den Brunnenrand zu setzen. Hier muss doch langfristig mal ein Umdenken stattfinden?

Das Wachstum in der Bevölkerung von chronischen Krankheiten wird dem Wechsel zu einer Ernährung zugeschrieben, die von tierischen Produkten und industriell weiterverarbeiteten Lebensmitteln dominiert wird, sprich mehr Fleisch, mehr Milchprodukten, mehr Eier, Öle, Erfrischungsgetränke, Zucker und raffiniertes Getreide.

China, aus der traditionellen pflanzenbasierten Ernährungsweise kommend, aber seit Jahren die westliche Ernährung mehr und mehr annehmend, verzeichnet eine sprunghafte Steigerung ernährungsbedingter chronischer Krankheiten, wie zum Beispiel Fettleibigkeit, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Und das schlimme finde ich immer noch den allgemeinen Glauben, dass solche Erkrankungen halt „kommen, wenn man alt wird“. Oder „dass das die Gene“ sind. Eben nicht zwangsläufig! Die Gene machen ca. 10-20% aus, die restlichen 80-90% kann man mit Hilfe seines Lebensstils deutlich beeinflussen.

Also begleite mich doch in meinen nächsten Beiträgen, wenn ich Dir knackig aufbereitet die wichtigsten Fakten aus dem tollen Buch zusammenfasse. Vielleicht gehen uns zusammen mehr und mehr die Augen auf hinsichtlich der eigenen Macht, gesund zu altern und Medikamente und deren Nebenwirkungen weitestgehend zu vermeiden, so lange es irgendwie geht.
Und wenn Du selbst lesen möchtest findest Du hier den Link zum Buch bei Amazon. Es gibt auch die englische Website https://nutritionfacts.org/, auf der Dr. Greger die neuesten Erkenntnisse, Rezepte, Videos und Blogbeiträge anschaulich und kurzweilig zur Verfügung stellt – werf doch mal einen Blick hinein.

Und zum Schluss – ich bin keine Ärztin oder Wissenschaftlerin. Und ich denke auch nicht, mich über diese hochstudierten Berufe hinwegsetzen zu können. Aber ich interessiere mich intensiv für das Thema Ernährung, die Auswirkung auf unseren Körper und wie wir möglichst lange und gesund altern können. Gesundheit können wir nicht verschrieben bekommen – aber selbst sehr viel dafür tun. Und nur das ist mein Beweggrund.

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply